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4.2 Arteriosklerose | el-IPH · Skript Allgemeinpathologie
 
UniHD


4.2 Arteriosklerose


Der Begriff Arteriosklerose bedeutet wörtlich: “Verhärtung der Arterien” und bezeichnet alle Erkrankungen, die mit einer Verdickung der Arterienwand und einem Verlust der Elastizität einhergehen.

Man unterscheidet drei verschiedene Formen:

  1. Die Atherosklerose ist die wichtigste Form. Hier kommt es ausgehend von Lipideinlagerungen und fibrösen Plaques in der Intima und Media zu komplexen Läsionen (Atherom), die erodierten/ulzerieren oder thrombosieren können und so zu Gefäßverschlüssen führen können.
  2. Die Arteriolosklerose manifestiert sich an kleinen Arterien und Arteriolen. Sie führt zur Verdickung der Gefäßwand mit konsekutiver Verengung des Lumens, welche zu einer Ischämie der abhängigen Gebiete führen kann, und ist häufig mit Hypertonie und/oder Diabetes mellitus assoziiert.
  3. Die Mönckeberg-Mediaverkalkung mit geringerer klinischer Bedeutung ist charakterisiert durch spangenartige Kalkablagerungen in der Media mittlerer Arterien von über 50-Jährigen. Sie geht häufig mit sekundärer Ossifikation einher.

Im deutschen Sprachraum wird der Begriff “Arteriosklerose” häufig synonym für “Atherosklerose” verwendet.

Bearbeiter: Thomas Longerich
Letzte Änderung: 13.07.2024