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5.2 Erworbene Stoffwechselstörungen | el-IPH · Skript Allgemeinpathologie
 
UniHD


5.2 Erworbene Stoffwechselstörungen


Viele Krankheiten können sekundär zu Stoffwechselstörungen führen. Zum Beispiel führen akute und chronische Nierenerkrankungen zu Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt und damit regelmäßig zu metabolischen Störungen im Gesamtorganismus. Dem gegenüber stehen Erkrankungen, die durch primäre Stoffwechselstörungen definiert sind. Hierzu zählen beispielweise die Gicht oder der Diabetes mellitus, die sekundär andere Organe wie die Nieren schädigen können. Man unterscheidet daher:

  • Erkrankungen mit primären Stoffwechselstörungen (z.B. Gicht, Diabetes)
  • Erkrankungen mit sekundären Stoffwechselstörungen (z.B. Nierenerkrankungen)

Im Folgenden werden Stoffwechselstörungen sowohl als Folgen und Ursachen einer Krankheit behandelt. Erworbene Stoffwechselstörungen verursachen häufig generalisierte Störungen die viele Organe betreffen. Zum Beispiel ist der Diabetes mellitus assoziiert mit mikrovaskulären Schädigungen der Netzhaut, der Nerven, der Nieren und anderer Organe. Zwei der Erkrankungen, die hier behandelt werden (Diabetes mellitus und Gicht), werden als “erworben” eingestuft, weil sie am häufigsten bei Erwachsenen auftreten. Dennoch gibt es bei beiden eine wesentliche genetische Komponente in ihrer Pathogenese.

Bearbeiter: Peter Sinn
Letzte Änderung: 13.07.2024